Was vermisst du an der Grundschulzeit am meisten?
Ich glaube, einfach zu leben. Das mag jetzt sehr schnulzig klingen, aber weshalb mir diese Zeit so fehlt ist wahrscheinlich, weil man in der Grundschule weniger darüber nachgedacht hat ob diese gute Freundin auch wirklich immer diese bleibt, als in welcher Farbe man das Auto auf dem Arbeitsblatt jetzt ausmalen soll.
Auch wenn es in meinem letzten Post schon darum ging, dass man sich im Leben zu viel Zeit von anderen Menschen versauen lässt, möchte ich da doch noch einmal nachhaken.
Für mich gibt es kein besseres Gefühl, als akzeptiert zu werden für das was ich bin. Glaube ich.
Denn ehrlich gesagt, wann bin ich wirklich ich selbst? Jetzt gerade, wo ich schreibe, da sage ich genau was ich denke. Aber erinnere ich mich an meine Schulzeit (vor allem in der Oberstufe) zurück, so fällt mir auf, dass wirklich nur wenige Leute wissen wie ich wirklich bin. Ich persönlich finde das gut, aber rückblickend sind mir dabei vielleicht sogar potentielle gute Freunde durch die Finger gerutscht.
Dieses ewige ''sich selbst verstellen um anderen Menschen zu gefallen'' macht mich krank. Wirklich krank. Und auch wenn jeder immer vorgibt er selbst zu sein, wieso sind dann alle gleich?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass verschiedene Musikrichtungen, Kleidungsstile oder Ähnliches geschaffen wurden, damit wir alle das gleiche toll finden. Also warum verstecken wir unsere Individualität?
Oder besser gesagt, wieso machen wir andere Menschen schlecht, nur weil sie anders sind?
Aber wer ist das überhaupt, ''andere'' Menschen?
Diese ganzen Diskussionen über Individuell sein oder nicht, gehen ins unermessliche. Wenn alle individuell sind, dann sind auch irgendwann alle wieder gleich und so weiter und so fort.
